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Allergie an der Ursache behandelnDesensibilisierung in Meilen – Allergie-Therapie bei Heuschnupfen
Jedes Jahr dasselbe mit Niesen, Augenjucken und Tabletten? Die Desensibilisierung, auch Hyposensibilisierung genannt, gewöhnt das Immunsystem schrittweise an den Auslöser. Sie setzt an der Ursache an, braucht aber Geduld.
Dr. med. Abdurrahman Altuntas · Innere Medizin & Nephrologie

Für wen ist die Desensibilisierung geeignet?
Sie kommt in Frage, wenn eine nachgewiesene Allergie Beschwerden macht und Medikamente nicht ausreichen oder Sie sie nicht dauerhaft einnehmen möchten.
- Desensibilisierung bei Heuschnupfen: Pollen von Gräsern, Birke und anderen Bäumen
- Hausstaubmilben: Beschwerden, die das ganze Jahr anhalten
- Bienen- und Wespengift: stark empfohlen, denn sie kann lebensrettend sein. Diese Therapie beginnt im spezialisierten Zentrum
- Tierhaare und Schimmelpilze: nur in bestimmten Fällen
Was Sie erwarten dürfen
Laut dem Allergiezentrum Schweiz nehmen die Beschwerden meist deutlich ab, im besten Fall verschwinden sie ganz. Bei einer Pollenallergie nennen Studien eine Linderung um bis zu 75 bis 80 Prozent. Eine Garantie gibt es nicht, und der Erfolg zeigt sich oft erst im Lauf der Therapie.
So läuft die Hyposensibilisierung ab
- Allergie abklären – Gespräch und Allergietest wie Prick- oder Bluttest. Ohne nachgewiesene Allergie keine Therapie.
- Therapie festlegen – Die Therapie wird von einer Allergologin oder einem Allergologen verordnet. Danach besprechen wir, was davon bei uns im Haus stattfinden kann.
- Aufdosierung – Bei Spritzen steigt die Dosis zuerst schrittweise, meist mit wöchentlichen Terminen über mehrere Wochen.
- Erhaltungsphase – Danach folgt die Spritze alle 4 bis 8 Wochen, über mindestens drei Jahre.
- Kontrolle – Wir prüfen den Verlauf, die Verträglichkeit und passen die Behandlung bei Bedarf an.
Am Tag der Spritze
- rund 30 Minuten in der Praxis bleiben
- auf Sport, Sauna, heisse Bäder und Alkohol verzichten
- uns vorher Fieber, Infekte, eine Asthma-Verschlechterung und neue Medikamente melden
Spritze oder Tablette?
Beide Formen der Immuntherapie gewöhnen das Immunsystem an das Allergen. Im Alltag unterscheiden sie sich deutlich:
| Spritze (SCIT) | Tablette oder Tropfen (SLIT) | |
|---|---|---|
| Wo | in der Praxis, am Oberarm | täglich zu Hause, erste Gabe unter ärztlicher Aufsicht |
| Wie oft | zuerst meist wöchentlich, dann alle 4–8 Wochen | in der Regel täglich |
| Häufige Nebenwirkungen | Rötung, Schwellung, Juckreiz an der Einstichstelle | Jucken oder Schwellung im Mund, Reizung im Rachen |
| Seltene Risiken | schwere allergische Reaktion bis zum Schock | schwere allergische Reaktion bis zum Schock |
Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Notfällen: 144, Ärztefon 0800 33 66 55.
Häufige Fragen zur Desensibilisierung
Was ist der Unterschied zwischen Desensibilisierung und Hyposensibilisierung?
Im Alltag ist dasselbe gemeint. Fachleute sprechen von allergenspezifischer Immuntherapie, kurz AIT oder SIT. In der Schweiz ist «Desensibilisierung» die gebräuchlichste Bezeichnung.
Wie lange dauert eine Desensibilisierung?
In der Regel mindestens drei Jahre. Erste Besserungen zeigen sich oft schon im ersten Jahr. Wichtig ist, die Therapie bis zum Ende durchzuziehen.
Wann sollte man bei Heuschnupfen beginnen?
Bei Pollenallergien beginnt man am besten ausserhalb der Pollensaison, oft im Herbst. So ist die Therapie aufgebaut, bevor die Pollen im Frühling wieder fliegen. Bei Allergien auf Hausstaubmilben ist ein Start grundsätzlich auch zu anderen Zeiten möglich.
Übernimmt die Krankenkasse die Desensibilisierung?
Nach einer korrekten allergologischen Abklärung übernimmt die Grundversicherung die Therapie in der Regel, abzüglich Franchise und Selbstbehalt. Die Kosten hängen unter anderem von der Therapieform und der Zahl der Arztbesuche ab.
Spritze oder Tablette, was ist besser?
Beide Formen können wirken. Spritzen bekommen Sie alle paar Wochen in der Praxis, Tabletten oder Tropfen nehmen Sie täglich selbst zu Hause. Welche Form passt, hängt vom Allergen, den verfügbaren Präparaten und Ihrem Alltag ab.
Warum muss ich nach der Spritze in der Praxis warten?
Selten kann eine schwere allergische Reaktion auftreten, meist kurz nach der Spritze. Deshalb bleiben Sie rund 30 Minuten zur Beobachtung bei uns, damit wir sofort handeln können.
Wer eignet sich nicht für eine Desensibilisierung?
Zum Beispiel Menschen mit unkontrolliertem Asthma oder bestimmten schweren Autoimmunerkrankungen. Auch bei einer Schwangerschaft wird meist nicht neu damit begonnen. Betablocker und ACE-Hemmer können das Risiko erhöhen. Sagen Sie uns deshalb, welche Medikamente Sie einnehmen.
Heuschnupfen angehen
Im Gespräch klären wir, ob eine Desensibilisierung für Sie in Frage kommt und wann der richtige Zeitpunkt für den Start ist.