Zecke richtig entfernen
- so rasch wie möglich – je länger sie saugt, desto höher das Borreliose-Risiko
- mit einer feinen Pinzette oder Zeckenkarte direkt über der Haut fassen
- langsam und gerade herausziehen, nicht quetschen
- kein Öl, Klebstoff oder Alkohol vorher auftragen
- Stelle desinfizieren und das Datum notieren
Bleibt ein kleiner Rest in der Haut, ist das meist harmlos – er wird abgestossen.
Borreliose: auf die Haut achten
Die Borreliose wird durch Bakterien übertragen. Typisch ist die Wanderröte: eine sich ausbreitende Rötung um die Bissstelle, oft mehrere Zentimeter gross, Tage bis Wochen nach dem Biss. Dann braucht es ein Antibiotikum. Beobachten Sie die Stelle deshalb vier bis sechs Wochen lang. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es nicht.
FSME: die Zecken-Hirnhautentzündung
FSME ist eine Virusinfektion. Viele Infektionen verlaufen unbemerkt, doch ein Teil der Erkrankten entwickelt eine Hirnhaut- oder Gehirnentzündung, manchmal mit bleibenden Schäden. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht – deshalb ist die Impfung so wichtig.
Für wen wird die FSME-Impfung empfohlen?
Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt die Zeckenimpfung allen Erwachsenen und Kindern, in der Regel ab 6 Jahren, die in einem Risikogebiet wohnen oder sich dort aufhalten. Als Risikogebiet gilt die ganze Schweiz ausser den Kantonen Genf und Tessin – also auch die ganze Region Zürichsee.
| Impfung | Zeitpunkt |
|---|---|
| 1. Dosis | jederzeit, ideal im Winter |
| 2. Dosis | etwa 1 Monat später |
| 3. Dosis | je nach Impfstoff 5–12 Monate nach der 2. |
| Auffrischung | alle 10 Jahre |
Ein Schnellschema ist möglich, wenn der Schutz rasch aufgebaut werden muss. Bringen Sie Ihren Impfausweis mit – wir prüfen, was Ihnen fehlt.
Zecken vorbeugen im Alltag
- lange, helle Kleidung und geschlossene Schuhe im Wald und hohen Gras
- Hosenbeine in die Socken stecken
- Zeckenschutzmittel auf Haut und Kleidung
- nach jedem Aufenthalt im Freien den ganzen Körper absuchen – besonders Kniekehlen, Leisten, Achseln, Haaransatz
- Kinder und Haustiere ebenfalls kontrollieren
Wann eine Auffrischung nötig ist
Ob Sie eine Auffrischung brauchen, sehen wir im Impfausweis. Liegt die letzte Dosis mehr als zehn Jahre zurück, genügt bei vollständiger Grundimpfung meist eine einzige Auffrischung – man muss nicht von vorne beginnen. Fehlen Impfungen in der Grundimmunisierung, werden sie einfach nachgeholt.
Wann sollten Sie zum Arzt?
- bei einer sich ausbreitenden Rötung um die Bissstelle
- bei Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen in den Wochen nach einem Biss
- bei Unsicherheit über Ihren Impfschutz
Häufige Fragen
Wie lange schützt die FSME-Impfung?
Nach der Grundimpfung mit drei Dosen rund zehn Jahre. Danach genügt eine Auffrischung.
Muss ich nach jedem Zeckenbiss zum Arzt?
Nein. Wichtig ist, die Zecke rasch zu entfernen und die Stelle einige Wochen zu beobachten. Bei einer Wanderröte oder Fieber sollten Sie kommen.
Übernimmt die Krankenkasse die Zeckenimpfung?
Die von BAG empfohlene FSME-Impfung wird von der Grundversicherung übernommen (abzüglich Franchise und Selbstbehalt).
Gibt es eine Impfung gegen Borreliose?
Nein, derzeit nicht. Schutz bieten Vorbeugung und das rasche Entfernen der Zecke.
Ab welchem Alter wird gegen FSME geimpft?
In der Regel ab 6 Jahren. Bei Kindern unter 6 Jahren wird individuell entschieden.
Wir kontrollieren Ihren Impfausweis und impfen direkt in Meilen.
Allgemeine Information, keine Diagnose. Notruf: 144.
Quellen
- Bundesamt für Gesundheit (BAG): Zeckenübertragene Krankheiten und FSME-Impfempfehlung
- Schweizerischer Impfplan, aktuelle Ausgabe
- Zecken-Check-App der ZHAW